Sonntag, 15. Januar 2017

Prinzregententorte - Schichtischicht!

Gestern hab ich mich auch mal getraut, bei der Whiskeyprobe alles mitdurchzuprobieren. Dieses torfige Zeug mag ich nämlich irgendwie gar nicht. Aber man kann sich ja nicht immer drücken. Tja, also sagen wir's mal so: Gar ned mal so lecker... Whiskey ist einfach nix für mich. Ich werf den lieber auch in Zukunft in Kuchen oder Tortencremes und lass Männchen genüßlich ein Gläschen schlürfen.


Wie das jetzt zu meinem Prinzregententortenrezept passen soll, frag ich mich grad selbst. Vielleicht weil ich beim nächsten mal tatsächlich noch ein bisschen Alkohol in die Creme schummeln würde, hmm. Denn klassische Rezepte sind ja schön und gut, aber irgendwie macht sich ein Schuss Rum im Kakaorührkuchen, ein Schluck Himbeergeist in der Himbeertrüffelpraline oder ein, zwei Esslöffel Whiskey im Marmorkuchen echt nicht schlecht.


Prinzregententorte    
(26cm-Springform)

Biskuitteig
8 Eier
150 g Zucker
2 EL Vanillinzucker
1 Prise Salz
200 g Mehl, Typ 550
50 g Speisestärke
2 gestr. TL Backpulver

Ich habe die Zutaten geteilt und jew. 2 einzelne Böden gebacken, man kann aber auch den ganzen Teig auf einmal anrühren und direkt auf zwei Formen aufteilen, dann wird der zweite Boden aber nicht so hoch weil das Backpulver etwas verpufft wenn es nicht gleich in den Ofen kommt.
Eier mit Zucker, Vanillinzucker, Salz und 6 bis 8 EL heißem Wasser dick cremig aufschlagen. Mehl mit Speisestärke und Backpulver mischen und portionsweise zur Eicreme sieben und unterheben.
Teig auf zwei Springformen (nur Boden mit Backpapier belegt, nicht eingefettet) mit 26 cm Durchmesser verteilen, glattstreichen und im vorgeheizten Ofen bei 200°C (Ober-/Unterhitze) ca. 25 min backen (Stäbchenprobe!). Kurz auskühlen lassen, dann aus der Form lösen und komplett auskühlen lassen.

Schokocreme
100 g dunkle Schokolade
500 ml Milch
50 g Zucker
1 Pck Puddingpulver, Schokoladengeschmack
3 EL Kakao
250 Butter, weich

Schokolade hacken, 400 ml Milch erwärmen, Schokolade darin schmelzen und mit Kakao aufkochen. Zucker mit Puddingpulver vermischen, restliche Milch (100ml) zugießen und glattrühren. Angerührtes Puddingpulver in die kochende Milch einrühren. Unter ständigem Rühren den Pudding nochmal eine Minute köcheln lassen. Dann in eine Schüssel füllen, mit Frischhaltefolie abdecken (dass sich keine Haut bildet) und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Zimmerwarme Butter schaumig schlagen, abgekühlten Pudding unterheben.
Die Biskuitböden in 6 bis 7 Böden teilen, je nachdem wie hoch sie geworden sind.
Untersten Boden mit 2 bis 3 EL Creme bestreichen, nächsten Boden aufsetzen und andrücken, wieder mit Creme bestreichen, usw. Mit der restlichen Creme die Torte rundherum einstreichen und glätten. Für mind. 2h durchkühlen.

Deko
200 g dunkle Schokolade
1 EL neutrales Pflanzenöl
Schokoladenreste zum Raspeln (optional)

Schokolade im Wasserbad schmelzen, Öl unterrühren. Vorsichtig auf die Torte gießen und von der Mitte aus gleichmäßig nach außen verstreichen. Am besten die Torte über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen. Vorm Servieren eventuell noch mit Schokoladenhobel bestreuen.


Haut schon ordentlich rein, aber das gehört sich ja so bei Buttercreme, hehe. Ich mag die Puddingvariante da echt am liebsten, nur Butter und Zucker ist dann eher die brutale 'Herren'-Variante. Ach ja und eigentlich gehört unter die Schokodecke erst noch ne Marzipandecke. Mir war das zu süß aber für die Verzierung wär das echt praktischer. Vielleicht probier ichs auch nochmal mir Marzipan.



Beim Verzieren hab ich mich auch mal dran versucht die Schokoglasur so tuffig über die Kante laufen zu lassen, dass sich hübsche Glasurspuren seitlich hinabziehen. Aber mir ist die Schokolade viel zu schnell fest geworden. Ist zwar trotzdem noch einigermaßen geglückt, ich würds trotzdem lieber anders verzieren beim nächsten mal, war mir etwas zu stressig mit dem Zeitdruck^^

Montag, 9. Januar 2017

Himbeer-Cassis-Trüffel [Pralinentime]

Folgendes Szenario: 2. Weihnachtsfeiertag, kurz nach der Mittagsvöllerei, die restliche Verwandschaft wird noch beschert, jeder bekommt sein Packerl Pralinen (10 Stück pro Nase). Mein Bruder, der gerade noch schnaufend von der Eckbank zum Sessel gerobbt ist, weil nach Sauerbraten und Co. die Hose etwas spannt, sitzt plötzlich wieder neben mir. Knibbelt die Pralinentüte auf, futtert ein, zwei Pralinen, 'moah voi guad, Schwester!' Futtert noch ein paar, 'schmatz schmatz', tauscht zwei Stück gegen Alkoholhaltige aus dem Tütchen seiner schwangeren Frau. Drei Pralinen sind noch übrig. Irgendjemand erzählt ein paar lustige Geschichten. Tüte knistert wieder, schwups, sind die letzten drei Pralinen auch weg. Whaaat? Also echt jedem anderen wär nach so viel Zucker in 20 min sauschlecht... Aber so ist das jedes Jahr. Mutti schnaboliert einzeln über Wochen verteilt an ihr Tütchen ran und die Brüder eher so 'nomnomnom, rülps, yeah, voi guad, höhö...' alles auf einmal weg.


Aber haben wohl gemundet, die kleinen Pralinchen. Und nachdem die Rezepte nun jahrelang gehütet worden sind, werden die endlich mal gelüftet. Den Anfang macht die neueste Sorte: Himbeer-Cassis-Trüffel. Wahnsinnig fruchtig und schön säuerlich außenrum. Meine liebste Fruchtpraline! Ich hab drei Jahre rumprobiert, bis ich zufrieden war mit der fruchtigen Praline im Bunde und nun bin ich endlich am Ziel angekommen. Knack, mmh, jamm!


Himbeer-Cassis-Trüffel   
(63 Pralinen)

250 g Himbeeren, TK
100 g Puderzucker
50 g Glukosesirup
150 g Kuvertüre, dunkle
50 g Vollmilchschokolade
1 Lage Hohlkugeln, Zartbitter (63 Stück)
200 g Kuvertüre, dunkle
6 EL Zucker
15 g Cassis-Pulver (schwarze Johannisbeere)

Himbeeren auftauen lassen, evtl. ausgetretene Flüssigkeit abschütten. Mit Puderzucker in einem Topf aufkochen und mind. 5 min köcheln lassen, bis die Himbeeren schön weich sind.
Glukosesirup einrühren bis es sich aufgelöst hat.
Himbeersud durch ein Sieb passieren.
Dunkle Kuvertüre (150g) mit Vollmilchschokolade grob klein hacken, mit dem heißen Himbeersud übergießen und verrühren bis alles gut vermischt ist. Falls der Sud schon zu kalt ist, die Himbeer-Schokoladen-Mischung nochmals leicht erwärmen, bis die Schokolade gut schmilzt.
Die Masse auf etwa 30°C abkühlen lassen.
Nun die Himbeer-Schokoladen-Masse in einen Spritzbeutel füllen (oder in eine Gefriertüte und dann ein Eckchen abschneiden) und die Hohlkugeln mit der Masse befüllen. Komplett abkühlen lassen.
50 g dunkle Kuvertüre schmelzen, die Hohlkugeln damit verschließen.
Sobald die Schokolade hart geworden ist die restliche dunkle Kuvertüre bei 50-55°C schmelzen. In einem Schälchen den Zucker mit dem Cassispulver vermischen.
Nun jede Kugel wie auf einer 'Panierstraße' erst dünn mit Schokolade überziehen (etwas Schokolade in die hohle Handfläche geben und die Kugel darin wälzen) und dann im Cassis-Zucker wälzen bis rundherum eine lila Zuckerschicht klebt. Wir waren dafür zu zweit (einer für die Schoki, der andre für die Zuckerwälzerei), alleine wirds eine arge Sauerei. Aber man kann die Pralinen ja auch sonstwie verzieren, einfach nur Schokolade ist auch lecker.


Tipp 1: Man kann natürlich auch noch etwas Himbeergeist in die Füllung geben. Ich wollte eigentlich beide Varianten ausprobieren, hab dann aber vergessen nach der Hälfte der Kugeln den Schnaps in die Restfüllung zu mischen und plötzlich waren alle alkoholfrei ;)

Tipp 2: Diese Pralinen kann man auch supereinfach vegan basteln. Die Vollmilchschoki mit Zartbitter oder iChoc ersetzen, bei der Kuvertüre darauf achten, dass kein Milchzeug drin ist und bing, schon gibts leckere vegane Pralinchen.

Tipp 3: Wenn ihr die Pralinen nur mit Schokolade überzieht unbedingt beim Schmelzen der Schoki nicht über 55°C kommen, sonst wird euch der Schokoladenüberzug beim Trocknen so komisch weiß. Am besten bei ca 55°C schmelzen und zum Verarbeiten auf 28°C abkühlen lassen, dann knackt die Schokolade nachher richtig schön beim Reinbeißen.


Montag, 2. Januar 2017

Pfiadde 2016, Griaßde 2017!

Das ist mir auch noch nie passiert. Werd ich hald echt pünktlich zum Jahresende schweinekrank, buhu. So schlimm hat's mich das letzte mal in der Schule erwischt! Seit fünf Tagen Bettchen, irgendwann mittags ne Breze mümmeln und abends vielleicht ein Brot oder ein Süppchen. Damit hier aber nicht totale Funkstille herrscht, gibt's auch bei mir mal einen Jahresrückblick, juhu! Mit euren Lieblingsrezepten aus 2016, meinen persönlichen Lieblingen und einem Mini-Ausblick für das neue Jahr :) Achtung, Bilderflut!


Den Anfang machen wir mal mit euren Favoriten: Merkwürdigerweise sind da nur süße und alkoholische Rezepte unter den Ersten, was sagt mir das nur über meine Leser? ;) Unter die Top 5 haben es 2016 folgende Rezepte geschafft:


Der Dauerbrenner schlechthin auf meinem Blog: Superfluffiger, saftiger, cremiger, feiner Zitronenkuchen. Puh, ja der war aber auch echt saftig und zitronig, ein Wahnsinnskuchen.


Dann ein Rezept, dass ich auch in meine persönliche Best 5 übernommen hätte: Käsekuchen-Erdbeer-Tarte mit Baiser


Beim folgenden Rezept kann sich wohl keiner zwischen vegan oder unveganem Rezept entscheiden, weil beide fast gleich oft geklickt wurden: Oreo-Torte ohne backen (hier das vegane Rezept)


Zum Jahresende hin hat es sich noch nach vorne katapultiert: Das Rezept für Feuerzangenbowle. Die gibt's inzwischen auch immer bei unserer Lehrstuhlweihnachtsfeier ^_^


Jaaaa und natürlich haben's noch die superputzigen Pinguin-Cookies in euer Herz geschafft, juhu! Die sind aber auch so niedlich, ich wäre arg traurig gewesen, wenn sie niemandem gefallen hätten.

Ich bin ja eher so der Kochtyp, obwohl ich gerne backe, aber ein richtig deftiges Veggie-Gulasch, ein genialer Gemüseburger oder fancy Bratnudeln hauen mich tatsächlich mehr aus den Socken als die fluffigste, tuffigste Nachspeise.


Mein erstes Lieblingsrezept aus 2016 ist unser derzeitiger Pizzateig mit Weißbier, und ich denke wir werden den nie mehr anders machen, für uns ist er perfekt und er kann nach nur 1h schon verarbeitet werden^^ Weil statt Wasser einfach Hefeweizen verwendet wird, braucht der Teig nicht ewig ruhen um den typischen Hefegeschmack zu bekommen.


Leider nur zur Bärlauchzeit zugänglich, außer man hat sich Vorräte vom grünen Blättergold eingefroren, die unfassbar leckere 15-Minuten-Bärlauch-Pasta. Sobald das erste Bärlauchfizelchen aus dem Waldrändern schießt bin ich wieder am Start!


Ein, zwei süße Rezepte habens doch noch in meine Favoritenliste geschafft. Die Pinzen-Brötchen waren aber auch sowas von eine Offenbarung! Die besten Hefeteilchen aller Zeiten, Mann, waren wir geplättet.


Und meine neue Lieblingstorte, die ich überall schon verfüttert habe, egal ob Geburtstage, Lehrstuhlfeiern oder einfach mal so: Schoko-Himbeer-Torte. Man muss ja nicht jedem auf die Nase binden, dass sie vegan ist ;)


Wir lieben ja Currys aller Art und probieren da viel rum. Das beste Curryrezept war dieses Jahr die gepimpte Version des Sri Lanka Currys, mit Lieblingsgemüse, jamjam.


Leider mochte es der Herr des Hauses nicht so, man muss schon ein kleiner Tofufan dafür sein: Herrlich klebriger glasierter Sesam-Tofu mit Broccoli. Ich könnt mich ja reinlegen in die sojasaucig-süße Glasur.

Ich könnte jetzt noch mit Burgern aller Art weitermachen, aber das würde zu sehr ausarten und danach müsste ich mein Tablet irgendwie wieder entsabbert bekommen. Lieber zum nächsten Punkt: Was kommt 2017?


Auf jeden Fall werde ich euch in Zukunft etwas an meinen Mittags-Futterboxen teilhaben lassen. Wir haben eine schreckliche Mensa an unserem Campus, wirklich wirklich schrecklich, und die umgebenden Essensmöglichkeiten sind auch recht beschränkt, besonders wenn man kein Fleischfresser ist. Daher packe ich mir immer was ein für die Arbeit. Manchmal sogar in hübsch mit tuffiger Bento-Box.


Dann wären da nach langer, langer Zeit mal meine Pralinen-Rezepte fällig. Zu Weihnachten basteln wir ja immer fleißig Pralinchen für die Verwandten, bisher halte ich die Anleitungen dazu aber noch geheim^^ Dafür haben wir inzwischen die Erfahrung von vier Jahren Pralinen-'Produktion' und bestimmt den einen oder anderen praktischen Tipp dazu.


Natürlich gibt's aber allem voran jede Menge leckeres Futter, bevorzugt feierabendtauglich unkompliziert. Vielleicht auch ausnahmsweise etwas gesundes dazwischen, der Hüftspeck des letzten Jahres klebt noch hartnäckig an mir, argh. Und in Zukunft mit hoffentlich schöner abgelichteten Food-Bildern dank Tageslichtlämpchen.

Lieben Dank für euer Feedback und Interesse an meinem 'Schmarrn', es macht mir nach wie vor Riesenspaß meinen Senft mit euch zu teilen :D Und natürlich 'a guads Neis beianand'!

Freitag, 9. Dezember 2016

Veggie-Weihnachtsmenü: Gesammelte Ideen

Jedes Jahr beginnt für mich wieder die Suche nach den geeigneten Komponenten fürs Weihnachtsfresschen. Ich hab mich da noch gar nicht entschieden, es gibt einfach so viele geniale Rezepte. Boah und dieses Pinterest, da lacht einen auch ein leckeres Futterbild nach dem anderen an, eiei. Damit mir dieses Jahr die Entscheidung einfacher fällt, hab ich mal meine Favoriten zusammengesammelt. Dann muss nur noch mit Herrn Wos zum Essn abgestimmt werden und das Weihnachtsmenü sollte stehen, ha!

Vorspeise

Letztes Jahr gabs die bisher beste Vorspeise im Hause Wos zum Essn: Schafskäsetaler mit Honig-Walnuss-Kruste auf Rucola-Feldsalat mit Granatapfeldressing. Das Dressing ist einfach der Oberhammer und die Kombination aus säuerlichen Granatapfelkernen mit knackig überkrustetem Schafskäse und winterlichem Salat so so so lecker!
Dieses Jahr hätte mich salatmäßig auch noch dieser Gurken-Zucchini-Salat mit knusprigem Erdnusstofu angelacht. Ich liebe ja knusprigen Tofu, mal schauen ob Herr Wos zum Essn da mitspielen würde.
Was auch nicht schlecht und supereinfach zu basteln wäre sind die Halloumi-Pflanzerl. Noch ein tuffiges Salatbettchen drunter und auch das wär ne tolle Vorspeise.

Schafskäsetaler mit Honig-Walnuss-Kruste auf Rucola-Feldsalat mit Granatapfeldressing
Dann wären da noch diese asiatischen Teigtäschchen, die mich schon ewig in den Fingern jucken. Vegetarische Gyoza oder ShuMai Teigtaschen mit Broccoli, Zucchini und Knoblauchsauce, schön gedämpft und einfach mit dem Lieblingssößchen dazu reingemümmelt.
Wer's so richtig krachen lassen will kann auch vegetarisch gefülltes Sushi vorbereiten. Mir wär's glaub zu viel Arbeit, aber das wär schon echt ne ziemlich geniale Vorspeise.

Quelle: http://herbs-and-chocolate.de/

Hauptspeise

Irgendwie fänd ich ja nen richtig leckeren, durchgestylten Burger zu weihnachten auch nicht gerade verkehrt. Der Linsen-Walnuss-Burger mit Cranberries und 'Honig'-Senf-Sauce war schon allein wegen der abartig tollen Sauce zum Niederknien. Oder der Walnuss-Burger mit Camembert, Rucola und Preiselbeeren, bei dem die Kombination aus gerösteten Walnüssen, cremigem Camembert, süßen Preiselbeeren und knackigem Rucola eine echte Eingebung war.

Linsen-Walnuss-Burger mit Cranberries und 'Honig'-Senf-Sauce
Oder aber ganz klassisch deftig? Schon ausprobiert wurde z.B. Veggie-Braten mit Semmelknödeln, Kartoffelsalat und Gurkensalat. Allein die Beilagen würden mich schon überglücklich stimmen^^
Oi, oder superschmoriges Soja-Gulasch mit extra Gemüse. Das gibt's wegen der langen Köchelei auch sehr selten und wäre aber so saulecker. Auch gut vorzubereiten, was bei drei-Gänge-Menüs ja auch nicht schlecht ist.
Was ich auch äußerst genial gefunden hab waren die gefüllten Kartoffeln mit Bratensauce. Gerade mit dem Knoblauchbaguette dazu, mmh!
Auf Platz 1 fürs diesjährige Weihnachts-Hauptfresschen steht aber dieser Kandidat: Gefüllte Kartoffeltaler, Apfel-Maronen-Rotkraut und Rotweinsauce. Was Knödeliges, aber cooler wegen der Füllung, dazu Blaukraut, jaaam, und lecker Sauce, damit kann man mich ködern.
Oder vielleicht doch Schwäbische Veggie-Maultaschen mit Kartoffelsalat, oje oje, alles hört sich so lecker an!

Quelle: http://homemade-deliciousness.net/

Nachspeise

Klassiker gehn immer! Die Crème Brûlée letztesJahr war überlecker, knackige Karamellkruste yeah! Das wird schon schwer zu toppen.
Herr Wos zum Essn liebt unser Tiramisu. Ich finde Tiramisu nur oft recht schwer nach einem ordentlichen Fresschen.
Da wäre eher eine fruchtige, leichte Melonen-Creme was. Aber mit so viel 'Gemüse' im Dessert bekomm ich glaub den Liebsten nicht auf meine Seite.

Melonen-Creme
Ein gemeinsamer Nenner wäre ganz eindeutig Schokolaaade.
Etwas abgefahren aber gerade mit den säuerlichen Granatapfelkernen ganz weit oben auf meinem Nachspeisentreppchen: Avocado-Schokoladencreme mit Granatapfelkernen
Natürlich geht auch immer klassisches Mousse au Chocolat. Vielleicht etwas aufmotzen durch ne knackige Schokohaube außenrum? Dann kann man sich durchs Schokohäuschen hacken und dann fluffige Schokomousse löffeln, mmh.
Oder Weiße Mousse au Chocolat mit Himbeersauce. Fruchtspiegel finde ich immer super! Gerade so süße weiße Scjhkolade passt genialst zu einem fruchtig-säuerlichen Himbeersößchen.

Avocado-Schokoladencreme mit Granatapfelkernen

Aperitif

Für manche darf ja der Schnappes zum Futter nicht fehlen.
Ich finde mein tuffiger Lilibeth-Cocktail mit Birnenbrand würde super zu Weihnachten passen. Gerade im Martiniglas sieht der auch echt toll aus.
Zuletzt hab ich selbstgemachten Weißen Glühwein zum Essen geschlürft. Das war gar nicht mal so verkehrt. Gerade zu nem deftigen Knödelzeug passt das doch immer.
Oder einfach (alkoholisches) Lieblingsblubbelgetränk mit leckerem Sirup. Da könnte ich mal meine Rhabarbersirupreste verbraten, hmm.

Cocktail 'Lilibeth'

Wisst ihr denn schon was es zu Weihnachten bei euch geben wird? Ich bin ja immer noch offen für weitere Ideen ;)

Sonntag, 27. November 2016

Muttis Donauwelle: Sooo guuut - Lecker, lecker, lecker!

Juhuu, wieder daheim, oder auch nicht juhu? Vollgas kalt ists hier, brr! Was für ein Kontrastprogramm. Gerade waren es noch 35°C, Sonne, Meer, Äffchen auf meiner Schulter, Geckos an den Wänden, Muschelhäuschen für die Einsiedlerkrebse suchen... Jetzt muss ich mir das Daheim hier ordentlich schön reden, versuchen wirs mal. Ah ja, keine Mückentiere, Trinkwasser aus der Leitung, uuuh und am wichtigsten: Leckeres Süßzeug, weeh!


Denn alles Nachspeisenmäßige, außer dem gooilen Obst und frischem Roti vom Streetfoodstand, war in Thailand irgendwie kacke. Da sehnt man sich schon ein bisschen nach nem Stückle leckeren Kuchen. Und wie praktisch, dass ich eeendlich mal Muttis überirdisch geniales, oberschmatziges Donauwellenrezept nachgebacken hab. Die ist echt mit Abstand die leckerste Variante unter all den Donauwellen, die es gibt. Mit mehr Kirschgeschmack durch ne Schicht Kirschguss, extra Butterkeksen für verbesserte Schokobeschichtung und ordentlich Wumms dank Rumtränke und so, hehe.


Donauwelle    
(1 Backblech, 28 Schnittchen)

Boden
250 g Butter
250 g Zucker
1 Pck Vanillezucker
6 Eier
350 g Mehl
1 Pck Backpulver
2 EL Rum (im Original Stroh-Rum^^)
2 EL Kakao
2 EL Milch

Kirschschicht
1 Glas Sauerkirschen (720g), Saft auffangen!
1/2 l Kirschsaft (Saft von den Kirschen, evtl. mit Wasser auf 1/2 l strecken)
2 EL Zucker
2 Pck Tortenguss, rot

Vanillecreme
1/2 l Milch
3 EL Zucker
2 Pck Puddingpulver, Vanille
250 g Butter
250 g Puderzucker
2 - 3 EL Rum

Schokoguss
1 Pck Butterkekse
2 EL Rum zum Bepinseln der Kekse, optional (ich habs weggelassen)
200 g Kuvertüre (bei mir Pickerd-Glasur Kakao)

Zuerst für die Creme aus Milch, Zucker und Puddingpulver einen dicken Pudding kochen, mit Frischhaltefolie abdecken, dass sich keine Haut bildet und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen (nicht im Kühlschrank). Butter rausstellen und auf Zimmertemperatur erwärmen lassen.

Für den Boden zuerst ein tiefes Backblech gründlich ausfetten. Dann aus Butter, Zucker, Vanillezucker, Mehl, Backpulver und Rum einen glatten Teig anmixen. Gut die Hälfte bis zwei Drittel des Teiges in die vorbereitete Form geben und glatt streichen. Restlichen Teig mit Kakao und Milch vermixen, esslöffelweise auf dem Teig im Backblech verteilen und vorsichtig glatt streichen.
Abgetropfte Sauerkirschen (Saft auffangen!) auf dem Teig verteilen, nicht andrücken.
Bei 175°C (Umluft) ca. 30 min backen (Stäbchenprobe). Aus dem Ofen holen und etwas auskühlen lassen.

Aus Kirschsaft, Zucker und Tortenguss einen Kirschguss aufkochen und vorsichtig über den Kuchen verteilen und glatt streichen.
Den Kuchen nun komplett auskühlen lassen, bevors an die Vanillecreme geht.

Weiche Butter mit Puderzucker schaumig schlagen. Abgekühlten aber noch weichen Pudding mit Rum unterrühren. Auf den erkalteten Kuchen geben und glatt streichen. Mit Butterkeksen belegen.
Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und gleichmäßig auf den Keksen verstreichen.
Kühl stellen und über Nacht durchziehen lassen.


Jaja, es ist schon etwas aufwendiger, viele Schritte bis zum glückseligen Donauwellenfuttern. Aber es ist einfach soooo saulecker! Und falls man das Riesenblech doch nicht schafft, lässt sich die Klassiker-Schnitte auch super einfrieren. Meine Mama macht das immer so, erstmal eine Hälfte zur Seite und einfrieren, dann hat man gleich für zweimal lecker Donauwelle.

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